Lebe wild und gefährlich, Artur!



Du fragst mich, was soll ich tun? Und ich sage: Lebe wild und gefährlich, Arthur.

Das ist Arthur! Was für ein Kerl. Kein Wunder, dass der – so wie er aussieht – von einem Bein aufs andere tritt und nicht weiter weiß. Der sieht aus, als könne er nicht eins und eins zusammenzählen – mit seiner Pudelmütze – mit den Händen in der Hosentasche – die Augen zusammengekniffen steht er das und fragt: „Was soll ich tun?“ Umso erstaunlicher die Antwort: „Lebe wild und gefährlich, Arthur.“

Ausgerechnet Arthur. Arthur scheint der geborene Verlierer zu sein – unbedarft – ein bisschen doof! Keiner will freiwillig so aus der Wäsche gucken. Aber der Rat fürs Leben hört sich nicht schlecht an: Lebe wild und gefährlich! Das ist so ein typischer Satz, der in den Ohren gut klingt. Arthur muss anfangen, Entscheidungen zu treffen – obwohl er dazu überhaupt keinen Bock hat. Arthur muss anfangen, sein Leben in die Hand zu nehmen – obwohl das eine ganz schön schwierige Angelegenheit ist. Arthur fängt an, selbstständig zu werden – obwohl er nicht so aussieht, als würde er das je können. Arthur – ist Christ.

Was soll ich tun? „Lebe wild und gefährlich, Arthur!“ Das hat eine Menge mit dem Christsein zu tun! Auf der einen Seite klingt Christsein, Kirche, Gemeinde, so harmlos und langweilig wie der kleine Kerl da aussieht. Kirche – Christsein – Gemeinde, nichts besonderes dahinter, man macht halt mit – aber so besonders ist das ja nicht – ganz nett vielleicht – wenn wir Glück haben – aber mehr – nicht. Auf der anderen Seite heißt – als Christ leben – in Wirklichkeit wild und gefährlich leben.

Das glaubt ihr nicht? Aber es ist so!Wenn ihr Christen sein wollt und seid, dann lasst ihr euch damit auf etwas ein, das nicht ganz ohne ist – da ist schon etwas Besonderes dahinter – da kann man nicht einfach nur mitmachen – das ist nicht ganz nett – das ist nicht ganz ungefährlich! Denn wenn ihr Christen seid – oder werdet – werdet ihr euch verändern und andere Menschen werden. Was für welche – keine Ahnung – aber –anders. Wenn ihr Christen werdet.

Wir laden euch ein, euch mit uns auf den Weg zu machen.
Wo wir ankommen werden? – Bei Gott.
Was da auf dem Weg passiert? – Keine Ahnung.
Ob sich das lohnt? – Garantiert.
Probiert es aus! Wir sind dabei und jeder und jede ist uns willkommen.
Wir freuen uns auf euch!

Über den Autor: Pfr. Matthias Schnell war Bezirksjugendpfarrer der Evangelischen Jugend Alb-Pfinz und bis zu seinem Tod 2006 stellvertretender Dekan und Gemeindepfarrer in Forchheim.